R7S LED Lampen

LED-Lampen R7S ermöglichen den Austausch linearer Halogenlampen bei gleichem Anschlusstyp, mit geringerem Energieverbrauch und einer deutlich längeren Lebensdauer.

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Alles über R7S LED Lampen

Unter den LED Lampen erfordert das R7S-Format besondere Aufmerksamkeit bei Länge, verfügbarem Einbauraum und Dimmung, da ein ungeeigneter Ersatz die Montage verhindern oder zu Funktionsproblemen führen kann.

Was ist eine R7S-Lampe und wo wird sie eingesetzt

R7S-Lampen lassen sich leicht an ihrer linearen Bauform und den elektrischen Kontakten an beiden Enden erkennen. Im Gegensatz zu Lampen mit Schraubsockel oder gebündelten Stiften auf nur einer Seite wird die R7S horizontal oder vertikal zwischen zwei gegenüberliegenden Halterungen eingespannt.

Dieses Format wurde vor allem durch lineare Halogenlampen mit hoher Leistung verbreitet. Über viele Jahre waren R7S mit 100 W, 150 W, 300 W oder noch höheren Leistungen in Leuchten üblich, die aus einer relativ kompakten Lichtquelle eine große Lichtmenge erzeugen mussten.

Heute ermöglichen LED-Versionen die Modernisierung vieler dieser Installationen, ohne zwingend die gesamte Leuchte auszutauschen. Ziel ist es, die R7S-Fassung beizubehalten und einen geeigneten Lichtstrom bei deutlich geringerer elektrischer Leistung zu erreichen.

Eine der bekanntesten Anwendungen findet sich bei bestimmten Stehleuchten, insbesondere bei Uplight-Modellen, die einen großen Teil des Lichts zur Decke richten. Diese Leuchten waren traditionell mit linearen Halogenlampen hoher Leistung ausgestattet. Beim Umstieg auf LED sollten daher sowohl Lichtstrom als auch Lichtverteilung geprüft werden.

R7S-Lampen kommen außerdem häufig in Flutern, Außenleuchten, Wandleuchten, tragbaren Strahlern und anderen Geräten zum Einsatz, die ursprünglich für lineare Halogenlampen entwickelt wurden. In solchen Fällen kann die Form des Reflektors das Ergebnis beim Austausch der Lichtquelle stark beeinflussen.

Eine LED-Lampe R7S bildet die Lichtabgabe einer Halogenlampe nicht zwangsläufig identisch nach. Halogenlampen strahlten nahezu rund um das gesamte Rohr ab, während bei LED-Versionen die Dioden auf einer oder mehreren Seiten angeordnet sein können. Deshalb sollte geprüft werden, wie die Lampe im Reflektor ausgerichtet ist und welcher Teil des Lichtstroms von der Leuchte tatsächlich genutzt wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der verfügbare Platz. Frühere R7S-Halogenlampen waren sehr schlanke Rohre, während LED-Alternativen Chips, Elektronik und Systeme zur Wärmeableitung aufnehmen müssen. Dadurch kann eine LED-Lampe R7S dicker sein als die ursprüngliche Lampe, obwohl beide exakt die gleiche Länge haben.

So wählen Sie die richtige LED-Lampe R7S

Die Auswahl einer R7S sollte mit der mechanischen Kompatibilität beginnen und anschließend die lichttechnischen Eigenschaften berücksichtigen. Bei diesem Format reicht es nicht aus, lediglich eine Lampe mit demselben Sockeltyp zu suchen.

R7S gibt es in unterschiedlichen Längen und Leistungsstufen. Darüber hinaus können sie sich im Durchmesser, in der Anordnung der LEDs und in der Dimmbarkeit unterscheiden. Für ein korrektes Retrofit sollte daher von der installierten Lampe ausgegangen und deren Eigenschaften vor der Auswahl des Ersatzes geprüft werden.

Die richtige Länge wählen

Die Länge ist bei einer R7S-Lampe der entscheidende Faktor, da die Kontakte der Leuchte in einem festen Abstand zueinander stehen und die Lampe genau dazwischen eingesetzt wird. Stimmt die Länge nicht, ist die Montage nicht möglich.

Besonders verbreitet sind 78 mm und 118 mm, auch wenn je nach Anwendung weitere Varianten existieren. Diese Größen sind nicht austauschbar: Eine 78-mm-Lampe ersetzt keine 118-mm-Lampe und umgekehrt, da sie nicht korrekt in die Fassungen passen.

Am zuverlässigsten lässt sich die richtige Größe bestimmen, indem die Referenz der ursprünglichen Lampe geprüft oder ihre Gesamtlänge von Ende zu Ende einschließlich der Kontakte gemessen wird. In manchen Fällen gibt die Leuchte selbst die maximal zulässige Länge an.

Zusätzlich zur Länge muss unbedingt der Durchmesser der LED-Lampe R7S geprüft werden, insbesondere bei schmalen Strahlern oder Reflektoren. Selbst wenn die Länge stimmt, kann eine dickere Lampe möglicherweise nicht in das vorhandene Gehäuse passen.

Der Grund liegt darin, dass Halogenlampen sehr dünne Quarzrohre verwendeten, während LED-Versionen Gehäuse, Elektronik und Wärmeableitung integrieren. Dadurch kann der Durchmesser zunehmen. Deshalb sollte ausreichend Platz vorhanden sein und die Lampe niemals mit Gewalt eingesetzt werden, da dies Belüftung und Funktion beeinträchtigen könnte.

Weitere wichtige Eigenschaften

Nachdem Länge und Abmessungen bestätigt wurden, sind die Lumen das nächste Auswahlkriterium. Der Lichtstrom sollte immer bevorzugt gegenüber der Wattzahl verglichen werden, da zwei LED-Lampen R7S mit gleichem Verbrauch je nach Effizienz unterschiedlich viel Licht erzeugen können.

Die Farbtemperatur beeinflusst die Lichtwirkung: 2700–3000 K ähneln dem warmen Licht einer Halogenlampe, während 4000 K einen neutraleren Ton bieten, der sich gut für funktionale oder Arbeitsbereiche eignet.

Beim Abstrahlbereich ist zu beachten, dass R7S häufig innerhalb eines Reflektors eingesetzt werden, wodurch die Lichtverteilung besonders wichtig wird. Halogenlampen strahlten nahezu omnidirektional ab, während LED-Versionen je nach Konstruktion beispielsweise mit 180° oder 300° abstrahlen können. Das beeinflusst, wie effektiv der Reflektor genutzt wird.

Schließlich sollte unbedingt geprüft werden, ob die Lampe dimmbar ist. Das gilt besonders für Stehleuchten und andere Leuchten mit Dimmer, bei denen diese Funktion häufig vorhanden ist, die Kompatibilität aber nicht automatisch gegeben ist.

R7S und Dimmer: Was zu erwarten ist

Die Dimmung gehört zu den problematischsten Punkten beim Austausch einer R7S-Halogenlampe gegen LED. Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass der vorhandene Dimmer kompatibel ist, nur weil die neue Lampe mechanisch passt.

Viele LED-Lampen R7S sind nicht dimmbar. Werden sie dennoch an einen Dimmer angeschlossen, kann es zu Flackern, instabilem Einschalten, elektrischen Geräuschen oder Fehlfunktionen kommen. Dieses Problem tritt häufig bei älteren Stehleuchten auf, die mit leistungsstarken Halogenlampen von 150 W, 300 W oder mehr und Dimmern für hohe Lasten ausgestattet waren.

Beim Umstieg auf LED sinkt die elektrische Last drastisch. Selbst wenn die Lampe dimmbar ist, kann der Dimmer eine Mindestlast verlangen, die über der Leistungsaufnahme der LED liegt. Dadurch kann die Dimmung schlecht oder überhaupt nicht funktionieren.

Bei dimmbaren Leuchten müssen daher zwei Bedingungen erfüllt sein: Die R7S muss dimmbar sein und der Dimmer muss sowohl für LED als auch für geringe Lasten geeignet sein. Andernfalls kann es erforderlich sein, das Dimmersystem auszutauschen oder anzupassen, immer unter Beachtung der elektrischen Sicherheit.

Eine nicht dimmbare R7S kann problemlos mit einem herkömmlichen Schalter betrieben werden, erlaubt jedoch keine Helligkeitsregelung. Für neue Installationen mit Lichtsteuerung empfiehlt es sich, direkt eine dimmbare LED-Lampe R7S zusammen mit einem kompatiblen Dimmer zu wählen.

Die auf der Leuchte angegebene maximale Leistung sollte außerdem nicht als Auswahlkriterium für die LED verwendet werden. Entscheidend sind Lumen, Abmessungen, Betriebstemperatur und elektrische Kompatibilität und nicht der Versuch, die Wattzahl der ursprünglichen Halogenlampe nachzubilden.

Häufig gestellte Fragen

R7S-Lampen besitzen einige Besonderheiten, die bei konventionellen Sockeln nicht auftreten: Sie verwenden Kontakte an beiden Enden, sind in mehreren Längen erhältlich und viele ältere Installationen verfügen über Dimmer, die ursprünglich für Halogenlampen ausgelegt wurden.

Woher weiß ich, welche R7S-Länge ich brauche?

Am zuverlässigsten ist es, die Referenz der alten Lampe zu prüfen oder ihre Gesamtlänge von einem Ende zum anderen zu messen. Besonders häufig sind Größen von ungefähr 78 und 118 mm.

Kann ich eine 78-mm-R7S anstelle einer 118-mm-R7S einsetzen?

Nein. Obwohl beide denselben Anschlusstyp verwenden, haben sie unterschiedliche Längen und sind nicht untereinander austauschbar.

Warum passt eine LED-Lampe R7S nicht, obwohl sie gleich lang ist wie die Halogenlampe?

Meist liegt es am Durchmesser. R7S-Halogenlampen verwendeten sehr schmale Quarzrohre, während LED-Versionen Platz für Dioden, Elektronik und Wärmeableitung benötigen. Deshalb sollte neben der Länge in Millimetern auch der maximal zulässige Durchmesser des Reflektors oder des Lampengehäuses geprüft werden.

Funktionieren LED-Lampen R7S direkt mit 230 V?

Die meisten ja, dennoch sollte vor der Installation immer die in den technischen Daten angegebene Nennspannung geprüft und mit der Spannung der Leuchte verglichen werden.

Leuchtet eine LED-Lampe R7S genauso wie eine Halogenlampe?

Sie kann einen vergleichbaren Lichtstrom liefern, die Lichtverteilung kann jedoch unterschiedlich sein. Um einen möglichst ähnlichen Ersatz zu finden, sollten sowohl Lumen als auch Abstrahlwinkel verglichen werden.

Kann ich eine LED-Lampe R7S in einer dimmbaren Stehleuchte verwenden?

Nur wenn die Lampe ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnet ist und der Dimmer der Stehleuchte mit LED kompatibel ist. Bei älteren Leuchten kann eine LED mit geringer Leistungsaufnahme unter der Mindestlast des Dimmers liegen und dadurch Flackern oder eine schlechte Dimmfunktion verursachen.

Sind alle LED-Lampen R7S dimmbar?

Nein. Ein großer Teil der LED-Lampen R7S ist ausschließlich für Ein- und Ausschalten ausgelegt.

Welche Farbtemperatur ähnelt einer R7S-Halogenlampe am meisten?

Für eine warme Lichtwirkung ähnlich einer Halogenlampe eignen sich in der Regel etwa 2700 K oder 3000 K.