Großhandelsunternehmen und Logistikbetriebe stehen vor besonderen Herausforderungen bei der Beleuchtung. Große Lagerflächen, hohe Regale, Kühlbereiche und gleichzeitig repräsentative Verkaufsräume erfordern unterschiedliche Lichtlösungen. Die Umstellung auf moderne LED-Technologie bietet hier enorme Einsparpotenziale und verbessert gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und das Einkaufserlebnis für Kunden.
Die Beleuchtung für Großhandel und Logistik unterscheidet sich grundlegend von anderen Gewerbebereichen. Während in Büros gleichmäßiges, blendfreies Licht gefragt ist, müssen in Lagerhallen auch vertikale Flächen wie Regalfronten ausgeleuchtet werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche LED-Lösungen sich für die verschiedenen Bereiche eignen und wie Sie die Umrüstung wirtschaftlich planen.
Inhaltsverzeichnis
- Anforderungen an die Lagerbeleuchtung im Großhandel
- LED Panel im Handel: Vielseitige Lösung für Büro und Showroom
- Logistik Beleuchtung: Lösungen für Hochregallager
- LED-Beleuchtung in Kühlhäusern und Tiefkühllagern
- Außenbeleuchtung für Logistikflächen und Ladezonen
- Energiekosten senken durch effiziente Lagerbeleuchtung
- Wartungsarme Beleuchtung für den Dauerbetrieb
- Lichtplanung für Großhandel und Logistik
- Fördermittel für die Umrüstung nutzen
- Fazit: LED-Beleuchtung als Investition in die Zukunft
Anforderungen an die Lagerbeleuchtung im Großhandel
Die Lagerbeleuchtung muss mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Zunächst geht es um die Sicherheit der Mitarbeiter. Ausreichende Helligkeit verhindert Unfälle beim Staplerverkehr und bei der manuellen Kommissionierung. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt für Lager mit gelegentlichem Aufenthalt mindestens 100 Lux vor, bei regelmäßiger Tätigkeit steigt der Wert auf 200 Lux.
Für die Kommissionierung und das Lesen von Etiketten sind höhere Beleuchtungsstärken erforderlich. An Packplätzen und in Bereichen mit visuellen Kontrollaufgaben werden 300 bis 500 Lux empfohlen. Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung spielt dabei eine wichtige Rolle. Starke Helligkeitsunterschiede zwischen Gängen und Regalflächen führen zu Ermüdung und erhöhen die Fehlerquote.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die vertikale Beleuchtungsstärke. In Hochregallagern müssen auch die oberen Regalebenen gut erkennbar sein. Hier eignen sich LED Hallenstrahler mit asymmetrischer Lichtverteilung, die das Licht gezielt auf die Regalfronten lenken.
LED Panel im Handel: Vielseitige Lösung für Büro und Showroom
Neben den reinen Lagerflächen verfügen Großhandelsunternehmen typischerweise über Bürobereiche, Besprechungsräume und oft auch repräsentative Ausstellungsflächen. Für diese Bereiche haben sich LED Panels als Standardlösung etabliert. Die flachen Leuchten fügen sich harmonisch in abgehängte Decken ein und liefern gleichmäßiges, blendfreies Licht.
Das gängige Format 60×60 cm passt exakt in Rasterdecken und ersetzt alte Leuchtstoffröhren-Einbauleuchten. Mit Leistungen von 36 bis 42 Watt erreichen moderne Panels Lichtströme von 4.000 bis 5.600 Lumen. Der UGR-Wert unter 19 gewährleistet blendfreies Arbeiten am Bildschirm. Für Showrooms und Ausstellungsflächen empfehlen sich Panels mit hohem Farbwiedergabeindex, damit Produkte in natürlichen Farben präsentiert werden.
Die Verkaufsraumbeleuchtung stellt besondere Anforderungen. Hier geht es nicht nur um Funktionalität, sondern auch um Atmosphäre und Warenpräsentation. Dimmbare LED Panels ermöglichen die Anpassung der Helligkeit an verschiedene Tageszeiten und Nutzungsszenarien. Kombiniert mit Akzentbeleuchtung durch Strahler entstehen ansprechende Lichtsituationen, die zum Verweilen einladen.

Logistik Beleuchtung: Lösungen für Hochregallager
In modernen Logistikzentren erreichen Regale Höhen von 12 Metern und mehr. Die Beleuchtung in solchen Logistik-Umgebungen erfordert leistungsstarke Leuchten mit präziser Lichtlenkung. UFO-Hallenstrahler mit 150 bis 200 Watt und Lichtausbeuten von 170 lm/W haben sich hier bewährt. Ein einzelner Strahler liefert bis zu 34.000 Lumen und beleuchtet einen Bereich von 25 bis 30 Quadratmetern ausreichend.
Die Anordnung der Leuchten folgt typischerweise dem Ganglayout. Über den Hauptverkehrswegen werden die Strahler in regelmäßigen Abständen montiert. Der Abstrahlwinkel sollte zwischen 90 und 120 Grad liegen, um sowohl den Boden als auch die Regalflächen zu erreichen. Bei sehr hohen Hallen kann eine zweistufige Beleuchtung sinnvoll sein, bei der zusätzliche Leuchten auf halber Höhe für die vertikale Ausleuchtung sorgen.
Bewegungsgesteuerte Beleuchtung bietet in Lagern besonderes Einsparpotenzial. In selten genutzten Gängen dimmt das Licht auf ein Minimum und schaltet erst bei Annäherung eines Mitarbeiters oder Staplers auf volle Helligkeit. Sensoren mit Radar-Technologie erfassen auch langsame Bewegungen zuverlässig und arbeiten unabhängig von Temperatur und Staub.
LED-Beleuchtung in Kühlhäusern und Tiefkühllagern
Kühlhäuser und Tiefkühllager stellen extreme Anforderungen an die Beleuchtung. Temperaturen von minus 25 Grad und darunter sowie hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturwechseln erfordern speziell ausgelegte Leuchten. LED-Technologie hat hier klare Vorteile gegenüber Leuchtstoffröhren, die bei Kälte nur verzögert starten und weniger Licht abgeben.
Für den Einsatz in Kühlhäusern eignen sich Feuchtraumleuchten mit Schutzklasse IP65 oder höher. Die geschlossenen Gehäuse verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit und schützen die Elektronik vor Kondenswasser. Wichtig ist auch die Auswahl von Leuchten mit für niedrige Temperaturen spezifizierten Treibern.
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Die sofortige volle Helligkeit beim Einschalten ist in Kühlhäusern besonders wichtig. Mitarbeiter halten sich nur kurz in den kalten Bereichen auf und benötigen sofort optimale Sichtverhältnisse. LEDs erreichen ihre volle Leuchtkraft ohne Aufwärmphase, während herkömmliche Lampen bei extremer Kälte mehrere Minuten brauchen können.
Außenbeleuchtung für Logistikflächen und Ladezonen
Zu einem vollständigen Beleuchtungskonzept für Großhandel und Logistik gehört auch die Außenbeleuchtung. Ladezonen, Rangierflächen und Parkplätze müssen ausreichend beleuchtet sein, um einen sicheren Betrieb auch bei Dunkelheit zu gewährleisten. Für diese Bereiche eignen sich wetterfeste LED-Fluter und Mastleuchten mit entsprechender Schutzklasse.
Die Beleuchtungsstärke an Ladezonen sollte mindestens 100 Lux betragen, damit Fahrer und Lagermitarbeiter sicher arbeiten können. An Verladerampen empfehlen sich höhere Werte von 200 Lux. Asymmetrische Reflektoren lenken das Licht gezielt auf die Arbeitsflächen und vermeiden die Blendung des Straßenverkehrs.
Dämmerungsschalter und Zeitsteuerungen sorgen dafür, dass die Außenbeleuchtung nur bei Bedarf aktiv ist. In Kombination mit Bewegungsmeldern lässt sich der Energieverbrauch weiter reduzieren. Moderne LED-Systeme sind sofort schaltbar und vertragen häufige Ein-Aus-Zyklen ohne Verschleiß.

Energiekosten senken durch effiziente Lagerbeleuchtung
Die Beleuchtung verursacht in Logistikbetrieben einen erheblichen Anteil der Stromkosten. Bei großen Lagerflächen und Mehrschichtbetrieb summieren sich die Kilowattstunden schnell. Die Umstellung auf LED-Technologie reduziert den Energieverbrauch um 50 bis 70 Prozent gegenüber konventioneller Beleuchtung.
Ein Beispiel verdeutlicht das Einsparpotenzial: Ein Logistikzentrum mit 10.000 Quadratmetern Lagerfläche benötigt etwa 200 Leuchten. Die Umrüstung von 400-Watt-Halogenmetalldampflampen auf 150-Watt-LED-Hallenstrahler reduziert die installierte Leistung von 80 kW auf 30 kW. Bei 4.000 Betriebsstunden jährlich sinkt der Verbrauch von 320.000 kWh auf 120.000 kWh. Bei einem Strompreis von 0,25 Euro entspricht das einer jährlichen Ersparnis von 50.000 Euro.
Zusätzliche Einsparungen ergeben sich durch intelligente Steuerung. Tageslichtabhängige Dimmung nutzt einfallendes Licht durch Oberlichter und reduziert die künstliche Beleuchtung entsprechend. Präsenzsteuerung in selten genutzten Bereichen und zeitgesteuerte Absenkung außerhalb der Kernarbeitszeiten senken den Verbrauch um weitere 20 bis 40 Prozent.
Wartungsarme Beleuchtung für den Dauerbetrieb
In Logistikbetrieben mit Mehrschichtbetrieb läuft die Beleuchtung oft 16 bis 24 Stunden täglich. Entsprechend wichtig ist die Zuverlässigkeit der eingesetzten Leuchten. LED-Systeme überzeugen hier mit Lebensdauern von 50.000 bis 100.000 Stunden. Das entspricht bei Dauerbetrieb einer Nutzungsdauer von sechs bis zwölf Jahren ohne Leuchtmittelwechsel.
Die Wartungsfreiheit ist gerade in Hochregallagern ein entscheidender Vorteil. Der Austausch von Leuchtmitteln in zehn oder mehr Metern Höhe erfordert spezielle Hubarbeitsbühnen und geschultes Personal. Mit LED-Beleuchtung entfallen diese aufwändigen und kostspieligen Wartungsarbeiten weitgehend.
Dennoch sollten auch LED-Leuchten regelmäßig gereinigt werden. Staubablagerungen auf den Optiken reduzieren den Lichtstrom und können die Wärmeabfuhr beeinträchtigen. Je nach Verschmutzungsgrad der Umgebung empfiehlt sich eine Reinigung alle sechs bis zwölf Monate. Moderne Leuchten mit glatten Oberflächen und hoher Schutzklasse erleichtern die Reinigung erheblich.

Lichtplanung für Großhandel und Logistik
Eine professionelle Lichtplanung berücksichtigt alle Nutzungsbereiche und deren spezifische Anforderungen. Dabei werden zunächst die erforderlichen Beleuchtungsstärken für jeden Bereich definiert. Anschließend erfolgt die Auswahl geeigneter Leuchtentypen und die Berechnung der optimalen Anordnung.
Für Neubauten empfiehlt sich eine frühzeitige Einbindung der Lichtplanung in die Gebäudekonzeption. So können Tageslichtelemente wie Oberlichter und Lichtbänder optimal dimensioniert und die künstliche Beleuchtung darauf abgestimmt werden. Bei Bestandsgebäuden bildet eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Beleuchtung und der tatsächlichen Nutzung den Ausgangspunkt.
Die Zonierung der Beleuchtung ermöglicht eine bedarfsgerechte Steuerung. Bereiche mit unterschiedlichen Nutzungszeiten oder Anforderungen werden separat geschaltet. So kann beispielsweise der Wareneingang unabhängig vom Hauptlager beleuchtet werden. Moderne Bussysteme wie DALI ermöglichen die flexible Gruppierung und Ansteuerung einzelner Leuchten.
Fördermittel für die Umrüstung nutzen
Die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technologie wird von verschiedenen Förderprogrammen unterstützt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen. Auch die KfW bietet zinsgünstige Kredite für energetische Sanierungen. Je nach Bundesland stehen zusätzliche Landesprogramme zur Verfügung.
Voraussetzung für eine Förderung ist in der Regel eine nachweisbare Energieeinsparung. Die neuen Leuchten müssen bestimmte Effizienzkriterien erfüllen. Eine Lichtausbeute von mindestens 120 Lumen pro Watt und die Dimmbarkeit der Leuchten gehören zu den üblichen Anforderungen. Die Förderhöhe kann je nach Programm bis zu 55 Prozent der Investitionskosten betragen.
Für die Beantragung ist meist ein Energieberater einzubeziehen, der die erwarteten Einsparungen dokumentiert. Die Kosten für diese Beratung können ebenfalls gefördert werden. Der bürokratische Aufwand lohnt sich angesichts der möglichen Zuschüsse in den meisten Fällen.
Fazit: LED-Beleuchtung als Investition in die Zukunft
Die Umstellung auf LED-Beleuchtung in Großhandel und Logistik ist eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung. Energieeinsparungen, reduzierte Wartungskosten und verbesserte Lichtqualität sprechen eindeutig für die moderne Technologie. Die Vielfalt der verfügbaren Produkte ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für jeden Bereich vom Hochregallager bis zum Showroom.
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